Freihandelsabkommen mit der Türkei: Wo Käufer wirklich sparen
Die Türkei unterhält Freihandelsabkommen und Zollunionen mit 22 Volkswirtschaften – doch nur sieben davon bieten echte, planbare Zolleinsparungen für die Waren, die B2B-Einkäufer tatsächlich beziehen.

Das Gesamtbild
Die Türkei betreibt eine Zollunion mit der EU (seit 1995) sowie bilaterale Freihandelsabkommen mit 22 weiteren Volkswirtschaften. Allerdings führt nicht jedes Abkommen automatisch zu einem Zollvorteil für Ihren spezifischen HS-Code.
EU-Zollunion: der entscheidende Faktor
Im Rahmen der EU-Türkei-Zollunion werden Industriegüter mit entsprechenden Ursprungsnachweisen in beide Richtungen zollfrei abgewickelt:
- Kunststoff-Küchenartikel (HS 3924.90): 6,5 % EU-MFN-Zoll → 0 % mit A.TR
- Porzellan-Tafelgeschirr (HS 6912.00): 12 % MFN → 0 % mit A.TR
- Haushaltsartikel aus Glas (HS 7013.41): 11 % MFN → 0 % mit A.TR
Die sieben Freihandelsabkommen mit echtem Sparpotenzial
| Land | Typische Ersparnis bei Küchenartikeln |
|---|---|
| EU (27) | 6,5–12 % |
| Vereinigtes Königreich | 6,5–12 % |
| EFTA (Schweiz, Norwegen, Island, Liechtenstein) | 4–10 % |
| Israel | 6–11 % |
| Ägypten | 8–15 % |
| Marokko | 7–14 % |
| Südkorea | 5–8 % |
Die Türkei verfügt über kein Freihandelsabkommen mit Saudi-Arabien, den VAE, Katar oder Kuwait. Importe unterliegen den vollen GCC-MFN-Zöllen (in der Regel 5 %) zuzüglich Mehrwertsteuer.
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